Mehr als nur Kampfsport

Viele Menschen denken bei Selbstverteidigung zuerst an Schläge, Tritte oder körperliche Auseinandersetzungen. Genau darum geht es bei uns allerdings nur zum Teil.

Unser Training verbindet realistische Selbstverteidigung, philippinische Kampfkunst, mentale Stärke, Koordination und persönliche Entwicklung zu einem ganzheitlichen Konzept. Im Mittelpunkt steht nicht das Kämpfen, sondern die Fähigkeit, in schwierigen Situationen ruhig, kontrolliert und handlungsfähig zu bleiben – körperlich ebenso wie mental.

Ein großer Vorteil unseres Trainings ist, dass nahezu jeder damit beginnen kann – unabhängig vom Alter oder von der körperlichen Fitness. Mein ältester Schüler ist über 70 Jahre alt. Viele Teilnehmer steigen erst mit über 60 Jahren ein und stellen schnell fest, dass sie das Training problemlos an ihre persönlichen Möglichkeiten anpassen können. Jeder bestimmt sein eigenes Tempo. Jüngere Teilnehmer können sich körperlich stärker fordern, während ältere bewusster und ruhiger trainieren. Beides ist gleichermaßen sinnvoll und erfolgreich.

Neben der Selbstverteidigung spielt die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten eine besondere Rolle. Die zahlreichen Bewegungsabläufe fordern beide Körperhälften und trainieren das Gehirn auf vielfältige Weise. Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen und das Zusammenspiel von Körper und Geist verbessern sich kontinuierlich.

Gerade darin liegt ein besonderer Mehrwert unseres Trainings. Junge Menschen profitieren häufig von einer besseren Konzentrationsfähigkeit und einer gesteigerten Körperkontrolle. Ältere Teilnehmer halten ihre geistige Leistungsfähigkeit aktiv aufrecht und fordern ihr Gehirn auf eine Weise, wie es im Alltag nur selten möglich ist. Körper und Geist entwickeln sich gemeinsam weiter.

Einer meiner Schüler ist beispielsweise Chirurg. Durch das jahrelange Training ist seine Koordination so ausgeprägt, dass er heute bei Operationen teilweise auch mit der linken Hand arbeitet, obwohl er ursprünglich Rechtshänder ist. Solche Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie stark sich regelmäßiges Koordinationstraining auf den Alltag auswirken kann.

Natürlich spielt auch der Aspekt der Selbstverteidigung eine wichtige Rolle. Gewalt und Aggression gehören leider immer häufiger zum Alltag. Umso wichtiger ist es, sich selbst oder andere im Ernstfall schützen zu können. Noch wichtiger ist jedoch die Fähigkeit, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen, Konflikte möglichst zu vermeiden und nur dann zu handeln, wenn es wirklich notwendig ist.

Mit jedem Training wächst nicht nur das technische Können, sondern auch das Selbstvertrauen. Dieses neue Selbstbewusstsein wirkt weit über die Selbstverteidigung hinaus. Viele Teilnehmer treten sicherer auf, kommunizieren klarer, gehen gelassener mit Konflikten um und profitieren davon im Beruf, im privaten Umfeld und in vielen alltäglichen Situationen.

Mindestens genauso wichtig ist uns jedoch die Atmosphäre im Training. Respekt, gegenseitige Unterstützung und ein freundschaftliches Miteinander stehen für uns an erster Stelle. Bei uns muss niemand der Schnellste, der Stärkste oder der Härteste sein. Wir trainieren gemeinsam, motivieren uns gegenseitig und lachen auch viel miteinander. Genau dieser Spaß am Training sorgt dafür, dass viele Teilnehmer über viele Jahre mit Begeisterung dabei bleiben.

Was mich persönlich seit über vier Jahrzehnten fasziniert, ist die unglaubliche Vielseitigkeit dieses Systems. Auch nach vielen Jahren entdeckt man immer wieder neue Zusammenhänge, Feinheiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Das Training bleibt abwechslungsreich, spannend und fordert Körper und Geist gleichermaßen.

Wenn Du also nicht einfach nur irgendeinen Kampfsport suchst, sondern ein Training, das Dich körperlich und geistig weiterbringt, Deine Koordination verbessert, Dein Selbstvertrauen stärkt und dabei noch jede Menge Freude bereitet, dann bist Du bei Open Mind Combat genau richtig.

Der erste Schritt ist oft der wichtigste.

Vielleicht sehen wir uns schon bald im Training.

Christian Braun